Erinnern ist ein zentrales Thema in der Arbeit mit Trauernden. Nicht erst durch einen Verlust, sondern lebenslang und kontinuierlich konstruieren wir, wer wir sind. So auch in besonderer Weise dann, wenn ein geliebter Mensch verstirbt und die Beziehung, wie sie war, einen schmerzlichen Abbruch erfährt. Das hat in der Regel zur Folge, dass die gesamte „Selbsteinordnung“ herausgefordert ist.
Wer bin ich ohne diesen Menschen? Aber eben auch: Wer bin ich dadurch geworden, dass es diesen Menschen in meinem Leben gab?
Zwei zentrale Fragen, die bei der Integration des Verlusts in das persönliche Weiterleben unerlässlich sind.
Der Workshop widmet sich diesen zentralen Fragen im Trauerprozess. Anhand der Trauermodelle von C. Paul, M. Stroebe und H. Schut sowie der konstruktivistischen Techniques of Grief von R. Neimeyer liegt der Fokus auf der Vermittlung theoretischer Erkenntnisse zur Bedeutung des Konstruktivismus bei der Integration eines bedeutenden Verlusts.
Darüber hinaus wird eine Auswahl an Methoden zur Rekonstruktion der gelebten Beziehung vorgestellt und erprobt.
- Zur Erinnerung an die Person (auch bei ambivalenten Beziehungen)
- Zur Bedeutung der Beziehung
- Zum verbunden bleiben
- Und zur eigenen Einordnung
Informationen
Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des Instituts für systemische Studien.
Terminübersicht
- 09.11.2026 . 10.00–18.00 Uhr
Kosten
160 €
für ISS-Mitglieder 120 €